Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Weihnachtsgeschenk „Tier“

 Unser Motto: Erst „Denken“ dann „Schenken.“

Wie jedes Jahr zu Weihnachten werden viele Tiere verschenkt, die dann wenige Wochen später im Tierheim landen oder gar ausgesetzt werden und elendige Qualen erleiden müssen.

Sicher freuen sich Eltern, Großeltern, Paten usw. an leuchtenden Kinderaugen, wenn das beschenkte Kind ein lebendiges Tier unter dem Weihnachtsbaum entdeckt. Leider währt die Freude meist nicht lange. Im Weihnachtstrubel sind oft nicht nur das Tier, sondern auch Eltern und Kinder überfordert. Das Tier hat keine Chance sich einzugewöhnen. Der viele Besuch, lauter fremde Menschen, eine fremde Wohnung und keiner hat so richtig viel Zeit. Meist kommt Frust und Enttäuschung schon in den ersten Tagen hoch.

Das Tier hat Angst, will nicht schmusen, wie vielleicht erwartet wird, macht sein Geschäftchen nicht am richtigen Platz. Es geht was zu Bruch weil das Tier auf der Flucht vor übereifrigen Kinderhänden ist. Es will bestimmt nicht den ganzen Tag getragen werden und kratzt, beißt oder versteckt sich. Tränen rollen und das Weihnachtsfest ist gestört. Auf einmal ist sich die ganze Familie nicht mehr so sicher, ob das ausgewählte Tier das richtige ist und der Weg zum Tierheim ist oft vorprogrammiert.

Unser Vorschlag:

Schenken Sie zu Weihnachten statt eines lebenden Tieres vorab ein passendes Stofftier, ein Buch zur Information über Tiere und einen Gutschein über ein lebendes Tier, das sich der neue Besitzer dann in aller Ruhe selbst aussuchen darf. Das Kind freut sich bestimmt doppelt, es kann sich gut auf das Tier vorbereiten, in Ruhe alles aussuchen was zur Haltung des bestimmten Tieres benötigt wird und letztendlich das lebende Tier selbst. Manchmal wird sogar entdeckt, dass man total falsche Vorstellungen von dem ausgewählten Tier hat. Mitunter wird dann ein völlig anderes Haustier das neue Familienmitglied. So wird die Vorfreude gesteigert und das Tier kommt zu vorbereiteten Menschen und kann sich von Anfang an wohl fühlen. Nur so entsteht eine echte Freundschaft zwischen Mensch und Tier.

Denken Sie einfach daran:

Tiere haben Gefühle wie wir Menschen und dürfen nicht als „Sache“ behandelt werden. Sie gehören einfach nicht unter den Weihnachtsbaum.

Nachsatz:

Denken Sie auch bitte an diese Tiere, die an Weihnachten als Pelzmantel, Lederbekleidung, Schuhe usw. unterm Weihnachtsbaum liegen oder gar in der Pfanne schmoren. Diese Tiere werden von Geburt an in engen Käfigen gehalten, schlafen auf Maschendraht oder im Stehen, haben überhaupt keine Bewegung und Abwechslung. Nur der oft gewaltsame oder grausame Tod befreit sie aus ihrem Elend. Und dies alles nur, damit wir uns mit einem Pelz, schicker Lederjacke oder in Krokodillederschuhen zeigen können. Auch gibt es sehr gute Kosmetikartikel, die keine Tierquälerei als Vorgeschichte haben.





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